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Gedicht Trauer Sehnsuchtskrank

Sehnsuchtskrank

Eingereicht von Kirsten S. aus B.

Komm, süßer Tod -
ereile mich.

Nimm Platz in meiner Seele; dort wo sich einst Schmerz und Enttäuschung das Ja Wort gaben.
Ergreife mein Herz und vertreibe die Traurigkeit, die sich dort niederließ und mich grausam umfasste.

Bebend, der Pulsschlag.
Erloschen, die zarte Flamme der Hoffnung.
Zerbrochen, der Spiegel der Seele.

Du fehlst.

Der eig´ne Geist, gebannt auf einer alten Fotographie.
Eintönig.
Ausdruckslos.
Er steht vor dem Abgrund - bereit, die Flügel auszubreiten, los zu fliegen in die lockende Freiheit, die Sehnsucht im Blick.

Der Tag so gleißend hell.
Bringt den Schmerz ans Licht.
Beleuchtet die Einsamkeit.
Lässt die Wunden bluten.

Fremde Gestalten - laut und bedrohlich. Ihre Augen leer, ihr Lachen eingefrohren.
Der Wind trägt ihren Geruch als Warnung vor sich her.

Regen streicht über die Wangen, küsst die Lippen, macht die Tränen unsichtbar.
Das zerschundene Gesicht im Spiegel, in Schatten gehüllt.
Zitternd.
Wartend.

Führe mich in die gnädige Dunkelheit.
Lass mich endlich gehen.

Gedichte >> Trauer

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