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![]() HerbststimmungEingereicht von Silke T. aus S.Heute ist mir flau im Magen, und so düster ist die Welt. Ja, ich merke schon seit Tagen, dass die Stimmung langsam fällt. Da sind wieder die Gedanken, die man doch so gern verdrängt. Alles bringen sie ins Wanken, selbst das Lächeln wirkt geschenkt. Wozu ich auf Erden bin, frag ich mich in dieser Stunde. Macht das Leben einen Sinn? Mann, ich geh noch vor die Hunde! Ich mag wirklich meinen Job, doch „Undank ist der Welten Lohn“, „Berufung“ nannte ich ihn mal – doch viel zu kurz kam dann mein Sohn. Man lebt nur, um zu arbeiten, leider ist’s nicht umgekehrt. Und wehrt man sich in diesen Zeiten, ist man umgehend versehrt. „Demotivation“ wird großgeschrieben, dabei macht sie so viel kaputt! Alle haben Angst vorm „Sieben“, das Wort „sozial“ ist nur noch Schutt. Der Vater zahlt kein’ Unterhalt, das Kind soll nicht im Regen stehen, drum beugt man sich dann der „Gewalt“ und lässt die Ausbeutung geschehen. Ich will hier raus, ein andres Leben! Doch wo kann ich es finden nur? Wird es Geborgenheit dort geben? Zu schnell läuft ab die Lebensuhr! Mit 40 nochmal neu anfangen…? Will man mich noch? Bin ich nicht alt? Nun lasst doch ab von mir, Gedanken! Ich seh vor Bäumen nicht den Wald. Die Leute sagen, ich sei fröhlich, die Sonne selbst - stets gut gelaunt. Doch auch die Sonne, das ist möglich, hinter den Wolken manchmal raunt. Ich weiß, ich bin ja nicht alleine, ganz vielen geht es so wie mir. Ich komm schon wieder auf die Beine und lach dann über dieses hier! Gedichte >> Nachdenkliches |
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