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Gedicht Nachdenkliches Die Veränderung

Die Veränderung

Eingereicht von Anne G. aus N.

Es mag der Wind des Wandels wehen,
wenig bleibt im Leben bestehen.
Heute arbeitest du wie schon immer
am Arbeitsplatz im gleichen Zimmer.
Die Routine macht dir die Arbeit leicht,
seit 8 Jahren im gleichen Bereich.
Papiere ordnen, Rechnungen schreiben,
Anrufe tätigen, abends länger bleiben.
Du siehst Kollegen kommen und gehen,
magst anstehende Änderungen nicht sehen.
Neue Dinge kosten Kraft
und sind nicht deine Leidenschaft.
Andere PC-Programme, neue Dinge,
dazu musst du dich schon zwingen.
Eines Tages findest du- oh Schreck,
im Kalender einen Fleck.
Dein Chef lädt dich sehr herzlich ein,
morgen mittag bei ihm zu sein.
Den Grund kannst du nicht entnehmen,
spürst aber plötzlich ein großes Sehnen,
mit einem Fingeschnipp weit weg zu sein,
doch gehst mit einem Lächeln morgen rein
in sein Büro und lächelst zaghaft,
fragst, was die Ehre dir verschafft.
Er druckst ein wenig, lobt hier und da,
lächelt dann und meint, zwar
gefalle ihm deine Tätigkeit,
immer zu Diensten und bereit,
doch müsse er leider Kosten sparen,
Personalbestand nach unten fahren.
Du kannst früher in Rente gehen,
wirst deine Freunde öfter sehen.
Alternativ darfst du gern wählen,
möchtest du Finanzen zählen,
oder im Vertrieb gerne ab sofort
im Aussendienst von Ort zu Ort
arbeiten für Provision-
leistungsbezogen- Sie wissen schon!
Dein zaghaftes Schulterzucken
verursacht bei ihm erstauntes gucken.
Sie haben nicht nur die Wahl,
sondern können auch in großer Zahl
mehr Geld verdienen- wunderbar.
Etwas mehr Einsatz ist ja klar,
doch Ruhm, Erfolg und dann mehr Geld,
so ist nun mal der Lauf der Welt.

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