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Gedicht Jahreszeiten Frühling

Frühling

Eingereicht von Anne G. aus N.

Nasse Kälte liegt in der Luft,
doch ich spüre ersten Duft-
Frühlingserwachen.
Nebelschwaden über den Feldern,
Sonne färbt die Welt gleich heller-
erste Wärme.
Bäume entfalten ihre Blätter,
Blumen wachsen dem schönen Wetter-
entgegen.
Über der Erde sehe ich grünen Schimmer,
und begrüße im April wie immer-
das Leben.
Meine Autoscheibe ist nicht gefroren
und ich brauche für meine Ohren-
keine Mütze.
Der Tag hat schon begonnen und hell
ist es auf der Autofahrt und grell-
erstes Sonnenlicht.
Meine Stimmung ist ganz froh und leicht,
wir haben endlich das Ende erreicht-
vom Winter.
Menschen im Büro sind gut gelaunt,
brechen keinen Streit vom Zaun-
wie sonst.
Ein Blumenstrauß steht auf meinem Tisch,
doch erraten kann ich nicht,
von wem er ist.
Gespanntes Kribbeln in meinem Sinn,
ich überlege laut so vor mich hin,
wer?
Der Kollege aus der Buchhaltung,
der Techniker aus der Computerwartung?
Spannung.
Vielleicht ein Nachbar oder Freund,
ein Psychopath oder ein Feind?
Angst.
In der Zeitung steht zu lesen,
eine Frau ist in Gefahr gewesen-
fast Vergewaltigung.
Das Telefon auf meinem Tisch schellt,
es ist Nachbar Markus, der nur schnell-
freundlich fragt:
Sind meine Blumen angekommen?
Meine Angst ist schnell zerronnen-
Freude.
Markus - an ihn habe ich nicht gedacht,
zwar mit ihm schon viel gelacht-
als Freund.
Unser Gespräch dauert etwas länger,
ich denke an die Mängel-
der Einsamkeit.
Gerne lade ich ihn ein,
heute abend mein Gast zu sein-
ich koche für uns.
Frühling- gibt Freude und Erwartung,
eine positive Haltung-
und weiter?
Mein Heimweg ist ganz froh und leicht,
ich kaufe ein und glaube, das reicht-
für 5 Personen.
Die Stunden verfliegen auf die Schnelle,
in mir drin ist alles Helle,
was ziehe ich an?
Vorfreude ist die schönste Freude,
ich weiß nicht, ob wir beide-
Zukunft haben.
Doch einen Versuch ist es immer wert,
Einsamkeit macht schwer und leer-
Erwartung.

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