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Gedicht Allgemeines Frauengeschichte

Frauengeschichte

Eingereicht von Heidemarie B. aus S.

Man hat`s nicht leicht auf dieser Welt.
Kann man sich doch für teures Geld
fast einen jeden Wunsch erfüllen:
In Samt und Seide sich verhüllen,
behängen gar mit edlen Steinen
doch bringt es mich beinah zum weinen
wenn ich mein Schränckchen so betracht
was für mein Schuhwerk ist gemacht.
Es reihen sich hochhackige Pantinen
neben denen, die für zu Haus nur noch dienen.
Die aber sind –es ist eine Qual –
In absoluter Überzahl.
Nichts modisches ist im Kästchen zu finden.
Nur Treter, zum Kletten oder zum Binden.
Ich atme tief durch, mit stoischer Ruhe
stelle ich fest: Ich hab keine Schuhe!
Dies sage ich dann zu meinem Mann
der das so gar nicht glauben kann.
„Du hattest doch“– „Wir warn vor zwei Wochen…“
So langsam fängt mein Blut an zu kochen.
Und um meine Notlage ihm zu beweisen,
fühle ich mich praktisch dazu geheissen
den Inhalt des Schränkchens darzulegen
um Männe zum Schuhkauf zu bewegen.
Schon bald bin ich dann im Laden drinn
Und geb mich meiner Wonne hin.
Mit meiner Beute, sehr teuren Latschen,
sieht man mich dann nach Hause hatschen.
Meine weitaus bessere Hälfte ist froh,
begutachtet alles und sagt dann: „ So.
Nun hat die liebe Seele wohl Ruh.“
„Aber Schatz“ hört man mich, „ich hab nichts dazu!“

Und die Moral von dem Gedicht:
Der schönste Schuh, der bringt es nicht
will man mit alten, getragenen Sachen
daraus die perfekte Optik machen......

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